Blick in die FestgemeindeWetzlar. Das 125-jährige Bestehen ihrer Kirchengemeinde in Wetzlar feierten neuapostolische Christen am vergangenen Sonntag, den 10. Juni 2018 in ihrer Kirche Neustadt 53. Rund 270 Gemeindemitglieder, Freunde und Gäste versammelten sich zu einem Jubiläums-Gottesdienst. Bereits am Vortag trafen Delegationen aus den Partnergemeinden Uzwil (Schweiz) und Benrath (Nordrhein-Westfalen) ein, mit denen im Anschluss an eine Stadtführung am Haarplatz gemeinsam gefeiert wurde.

Unter den Ehrengästen des von Apostel Jens Lindemann am Sonntag gehaltenen Gottesdienstes befanden sich Wetzlars Bürgermeister Harald Semler und Pfarrer Björn Heymer von der evangelischen Kirchengemeinde, Bezirk Dom. Ein dem hohen Lied der Liebe entnommener Bibelvers aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“ war thematischer Schwerpunkt der Predigt.

Nach einem kurzen Rückblick in die Zeit der Gründerväter, die vor 125 Jahren mit sehr viel Mut ihren Glauben bekannten, rief Apostel Lindemann dazu auf, auch heute die christlichen Werte auf der Grundlage des von Liebe geprägten Evangeliums zu praktizieren. Gerade in schwierigen Lebensverhältnissen sei die lebendige Hoffnung auf Erlösung ein wichtiges Element, um Resignation und Abkehr von Gott zu vermeiden. Höhepunkt des Gottesdienstes bildete die gemeinsame Feier des heiligen Abendmahls. Für die musikalische Umrahmung sorgten der gemischte Chor und der Instrumentalkreis der Wetzlarer Kirchengemeinde.

Bürgermeister Semler und Pfarrer Heymer richteten jeweils ein Grußwort an die Gemeinde und gingen auf die verlesene Bibelstelle ein. Bürgermeister Semler bat die Gemeinde darum, weiterhin als Bürger und Christen der Stadt durch ihren gesellschaftlichen und kirchlichen Beitrag etwas zu schaffen, das über das vergängliche Sein hinauswirke.

Auch die von Pfarrer Heymer überbrachten Grüße der Gemeinden der Evangelischen Allianz in Wetzlar und der Wunsch zu gemeinsamen, sichtbaren Zeichen von Glaube, Hoffnung und Liebe erfreuten die Gottesdienstbesucher. Anschließend war die Festgemeinde zu einem Empfang mit Brunch eingeladen.

(Bericht: M. Fischer, Foto: E. Gorr)

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